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11. März 2004Word

Ausstellung: Glas neu erleben [1]

Zeitgenössisches Studioglas Contemporary Studio Glass

Zeitgenössische Glaskunst in einem Schwabinger Atelier

Eine private Initiative für Studioglas / Die erste Ausstellung einer neuen Stiftung Mit der Ausstellung GLAS neu erleben weiht die noch junge Alexander Tutsek-Stiftung ihre neuen Ausstellungs-Räume in einem ehemaligen Atelier in einer Jugendstilvilla in Schwabing ein und stellt ihre Sammlertätigkeit erstmals der Öffentlichkeit vor. Es werden ca. 30 Studioglas-Objekte präsentiert, die die Stiftung zum Aufbau ihrer Sammlung von zeitgenössischem Glas in den letzten zwei Jahren erworben hat, ergänzt durch Leihgaben aus der privaten Sammlung von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek.

Internationale Künstlerinnen und Künstler
mit Schwerpunkt auf tschechischen Arbeiten

Die Auswahl gibt einen repräsentativen Einblick in die in Deutschland noch wenig bekannte Studioglasbewegung. Die Exponate stammen von Künstlerinnen und Künstlern aus West- und Osteuropa, Amerika, Australien sowie Japan. Dale Chihuly (USA), Erwin Eisch (Deutschland), Stanislav Libensky & Jaroslava Brychtová (Tschechien) sind vertreten, die heute bereits als Klassiker gelten. Die erste Ausstellung gliedert sich in zwei Teile. In diesem ersten Teil bilden tschechische Künstlerinnen und Künstler einen deutlichen Schwerpunkt. Bei der Fortsetzung der Ausstellung (Teil II) im Jahr 2005 wird die Konzentration auf Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus Amerika und Australien liegen.

 

Der Katalog

Zur Ausstellung ist ein Katalog in deutscher und englischer Sprache erschienen, der in hervorragender Farbfotografie und Gestaltung über 40 Studioglas-Objekte zeigt. Experten wie Prof. Dr. Florian Hufnagl (Neue Sammlung, München) und Dr. Helmut Ricke (museum kunstpalast und Glasmuseum Hentrich, Düsseldorf) setzen sich in informativen Beiträgen mit der Entwicklung und Rezeption des Werkstoffes Glas auseinander.

Der Katalog ist zum Preis von € 24,- im Buchhandel erhältlich oder kann direkt bei der Alexander Tutsek-Stiftung (zzgl. Versandkosten) unter info@atutsekstiftung.de bestellt werden.

Eva-Maria Fahrner-Tutsek
Katalog eins
Glas der Gegenwart Contemporary Gass
ISBN 3-937220-00-3, deutsch/englische Ausgabe
mit Texten von Eva-Maria Fahrner-Tutsek, Florian Hufnagl, Helmut Ricke
Fotografien von Hans-Joachim Becker
2004, Edition EMF herausgegeben von der Alexander Tutsek-Stiftung
126 Seiten, 96 Farbabbildungen, broschiert, 24,5 x 24,5 cm
Euro 24,-

 

Pressefotos auf CD sowie den Katalog schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu. Die Pressemitteilung sowie Pressefotos finden Sie auch auf unserer Website zum herunterladen.

Pressekontakt:

Horst Koppelstätter

Koppelstätter Kommunikation GmbH
Friedrichstraße 2
76530 Baden-Baden

Telefon +49-7221-97372-0
Telefax +49-7221-97372-22
E-Mail: hok@koppelstaetter-kommunikation.de

 

HINTERGRUNDINFORMATION:

Was ist Studioglas?

Studioglas ist eine junge Kunstrichtung, die in den sechziger Jahren begann, als der kleine Schmelzofen für das eigene "Studio" erfunden wurde. Unabhängig von den großen Öfen der Glasfabriken und industriell bestimmter Produktionsweisen hatten die Künstler nun die technische Möglichkeit, in ihrem eigenen Studio, Glas funktions- und zweckfrei (also keine Vasen, Gläser u.ä.) eigenständig zu Kunstwerken zu formen. Bis dahin konnten sie Glasobjekte nur entwerfen (wie es z. B. Picasso tat) und mussten die Ausfertigung einem Glasmeister überlassen. Die Erschließung des Glases als unmittelbar zu beherrschendes Material führte rasch weg vom konventionell erscheinenden Gefäß zu immer freieren Formen und individuellerem Ausdruck. Damit nahm das Material Glas seinen Weg als eine eigenständige künstlerische Ausdrucksform.

Glas - ein besonderes Material

Im Vergleich zu anderen Materialien wie Keramik, Metall, Stein, Kunststoff oder den virtuellen Bildern, die in der modernen Kunst immer häufiger dominieren, hat das Glas eine besondere Eigenschaft, eine zusätzliche Dimension: die optische Tiefe. Diese beruht auf der Wahrnehmung selbst. Sie ist kein Resultat einer sensorischen Erinnerung oder einer mentalen Leistung. Mit dem Wechsel von klarem, undurchsichtigem, durchscheinendem, farbigem, geschliffenem und ungeschliffenem Glas haben die Künstlerinnen und Künstler unendliche Möglichkeiten, verschiedene Wahrnehmungen und Ansichten zu erzielen.

Studioglas lebt von der optischen Mehrdimensionalität und Vielschichtigkeit der Ebenen, aber auch von den vielfältigen Formen und Oberflächenstrukturen. Die visuelle Wahrnehmung wird erweitert durch das haptische Erleben: je nach Bearbeitung fühlt sich Glas völlig glatt und kühl an, es kann rau sein oder weich wie Samt. Und dann kommt noch die Beziehung zum Licht hinzu. Das Spiel des Lichts mit Farbe, Oberflächen- und Detailstruktur sowie tiefer räumlicher Dimension fordert zu visueller, emotionaler und physischer Entdeckung auf.

Studioglas - eine neue und interessante Kunstrichtung

Die Exponate verdeutlichen, dass Studioglas "heute nicht nur ein sehr eigenständiger und besonders reizvoller Zweig der großen internationalen Kunstströmungen ist" (Ricke), sondern unsere Sehgewohnheiten auch durch neue, überraschende, ästhetische Kategorien bereichert und erweitert.

 

Informationen zur Ausstellung:

Adresse:
Alexander Tutsek-Stiftung
Karl-Theodor-Straße 27
80803 München
Kontakt:
Telefon +49-89-343856
Telefax +49-89-342876
info@atutsek-stiftung.de
www.atutsek-stiftung.de
Pressevorbesichtigung:
nach Vereinbarung
Eröffnung:
12. Mai 2004, 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer:
14. Mai bis 14. November 2004
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00 – 13.30 Uhr nach Vereinbarung
Öffentl. Verkehrsmittel:
U-Bahn Münchner Freiheit oder Bonner Platz

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