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15. März 2004Word

Eine Stiftung stellt sich vor

Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert Kunst und Wissenschaft

Ausgangspunkt war die Faszination für Glas...!

Als Alexander Tutsek und seine Frau Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek – beide schon immer begeistert vom Material Glas – mit dem Aufbau ihrer privaten Sammlung von Studioglas begannen, wurde ihnen schnell deutlich, dass dieser Werkstoff in Deutschland seinen Platz in der Kunst noch nicht gefunden hat. Studioglas – eine junge Kunstform - ist hier, ganz im Gegensatz zur Kunstszene in Amerika und vielen Ländern Europas, relativ unbekannt. Künstlerinnen und Künstler, die mit Glas arbeiten, finden kaum Förderung. Eine gute Ausbildung gibt es nur an vereinzelten Institutionen, und die wurde - wie z.B. an der Kunst-Akademie in München - in den letzten Jahren weiter abgebaut. In Amerika zeigen Museen für moderne Kunst die atemberaubenden Glasobjekte. Dort sind auch in den letzten Jahren eigene Museen für zeitgenössische Glaskunst errichtet worden.

In Deutschland haben die Künstlerinnen und Künstler kaum ein Forum und das Publikum nur wenige Möglichkeiten, diese Form der Kunst kennen zu lernen.

Die Gründung der Stiftung

Zu dem Ziel, die zeitgenössische Glaskunst zu unterstützen, kam aufgrund eigener beruflicher Erfahrung der Wunsch, naturwissenschaftliche Forschung zu fördern, speziell in den Bereichen Glas, Keramik, Steine und Erden. Diese Fachgebiete der Ingenieurwissenschaften sind – ebenso wie das Studioglas – ein "Randgebiet" und werden an den Universitäten eher vernachlässigt.

Die Erkenntnisse führten erst zur Idee und dann zum konkreten Plan, eine gemeinnützige Stiftung zu errichten. Nach mehrjähriger Vorarbeit mit einem Expertenteam, wurde am 18. Dezember 2000 die Alexander Tutsek-Stiftung von der Regierung Oberbayern genehmigt. Damit konnte die eigentliche Stiftungsarbeit aufgenommen werden.

Die erste Ausstellung

Ein wichtiges Arbeitsfeld der Stiftung ist zurzeit der Aufbau einer hochrangigen Studioglas-Sammlung. Damit erhalten Künstlerinnen und Künstler, die mit Glas arbeiten, ein Forum. Die interessierte Öffentlichkeit bekommt eine Möglichkeit, diese Form der zeitgenössischen Kunst kennen zu lernen und sich damit auseinander zu setzen. Die erste Ausstellung der Stiftung GLAS neu erleben bietet vom 14. Mai bis zum 14. November 2004 Gelegenheit, dies zu tun. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen (bibliographische Angaben auf der nächsten Seite).

Die Objekte werden auf internationalen Kunstmessen und weltweit in Galerien gekauft. Die Sammlertätigkeit zeigt die Vielfalt und die Besonderheit der künstlerischen Ausdrucksformen, die mit dem Medium Glas möglich sind.

Glas in einem Schwabinger Atelier

Die Stiftung hat vor kurzem ihren Sitz in eine Jugendstilvilla in Schwabing verlegt. Der Architekt German Bestelmeyer (bekannt in München für den Lichthof der Universität München sowie Erweiterungsbauten des Deutschen Museums) entwarf für seinen Freund Prof. Albertshofer, der neben seiner Tätigkeit an der Kunst-Akademie auch als Bildhauer tätig war, ein stilvolles Haus - natürlich mit einem großen Atelier. In diesem ehemaligen Atelier mit seiner ganz besonderen Atmosphäre werden ca. 30 Objekte von international bekannten Künstlerinnen und Künstlern gezeigt.

 

Pressefotos sowie die Pressemitteilungen sind auf Anfrage auf CD erhältlich.

Pressekontakt:

Horst Koppelstätter

Koppelstätter Kommunikation GmbH
Friedrichstraße 2
76530 Baden-Baden

Telefon +49-7221-97372-0
Telefax: +49-7221-97372-22
E-Mail: hok@koppelstaetter-kommunikation.de

 

HINTERGRUNDINFORMATION:

Zitate aus dem Ausstellungs-Katalog

Prof. Dr. Florian Hufnagl,
leitender Sammlungsdirektor der Neuen Sammlung, München:
»...Vor circa zehn Jahren haben Alexander Tutsek und Eva-Maria Fahrner-Tutsek begonnen, sich dieser faszinierenden Materie zu widmen und ihre hochrangige Sammlung aufzubauen. In einer kulturellen Landschaft, die wesentliche gewachsene Kunstformen vernachlässigt und verdrängt, sind private Initiativen für diese quasi lebens- und überlebensnotwendig. Nur so kann es zu neuen Arten der Präsentation, zu neuen Formen der Auseinandersetzung kommen, jenseits akademischer Zuschreibungen, und können öffentliche Räume gewonnen werden.«

Dr. Helmut Ricke,
Direktor der Sammlungen in museum kunst palast und Leiter des Glasmuseum Hentrich, Düsseldorf:
»...Eine Stiftung, gegründet mit dem Ziel, die Glaskunst unserer Zeit zu fördern – das verdient Unterstützung und Respekt. Die Stiftung und die zugehörige Sammlung belegen zweifelsfrei: Ihre Gründer sind bereit, Glas als Medium für künstlerische Arbeit ernst zu nehmen als Träger für etwas, das mit anderen Mitteln nicht auszudrücken wäre. Dass dies keineswegs selbstverständlich ist, zeigt die wechselvolle Geschichte, die die Wertung des Werkstoffs Glas hinter sich hat...«

 

Bibliographische Angaben zum Katalog

Eva-Maria Fahrner-Tutsek
Katalog eins
Glas der Gegenwart Contemporary Gass
ISBN 3-937220-00-3, deutsch/englische Ausgabe
mit Texten von Eva-Maria Fahrner-Tutsek, Florian Hufnagl, Helmut Ricke
Fotografien von Hans-Joachim Becker
2004, Edition EMF herausgegeben von der Alexander Tutsek-Stiftung
126 Seiten, 96 Farbabbildungen, broschiert, 24,5 x 24,5 cm
Euro 24,-

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