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5. Juli 2007Word

Ausstellung: Und ewig sehnt sich fort das Herz

Zeitgenössisches Studioglas Contemporary Studio Glass

International beachtete Skulpturenausstellung bei Alexander Tutsek-Stiftung in München

Die Vorsitzende der Stiftung, Eva-Maria Fahrner-Tutsek: „Die Suche ist für den Menschen eine der Triebfedern für die geistige, intellektuelle und technische Entwicklung der Menschheit. Die Suche nach dem Entfernten, dem Anderen, nach Befreiung, Wahrheit, neuen oder starken Gefühlen, transzendenten Momenten sowie nach Glück sind die wesentlichen Motive, die das Leben, die Lebensreise bestimmen.“

Suche und Sehnsucht

Der Ausstellungstitel nach dem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe aus dem West-Östlichen Diwan "Und immer sehnt sich fort das Herz", drückt die ständige Suche des Menschen sehr poetisch aus. Glas, ein Material, das in der modernen Kunst noch wenig bekannt ist, fängt die Thematik in ganz besonderer Weise ein.
Eva-Maria Fahrner-Tutsek: „Obwohl Glas für uns etwas Alltägliches ist – unsere heutige Lebensform ist ohne Glas kaum vorstellbar – hatte Glas über die Jahrtausende hinweg immer etwas Magisches. Glas hat etwas Sinnliches. Je nach Bearbeitung fühlt sich Glas völlig glatt und kühl an, es kann rau und verletzend sein oder weich wie Samt.

Im Vergleich zu anderen Materialien wie Keramik, Metall, Stein, Kunststoff oder den virtuellen Bildern, die in der modernen Kunst immer häufiger dominieren, hat das Glas eine besondere Eigenschaft, eine zusätzliche Dimension, die optische Tiefe. Mit dem Wechsel von klarem, undurchsichtigem, durchscheinendem, farbigem, geschliffenem und ungeschliffenem Glas haben die Künstlerinnen und Künstler unendliche Möglichkeiten, verschiedene Wahrnehmungen und Ansichten zu erzielen.“

 

Neue Wege

Der Titel der Ausstellung zeigt den weiten Weg, den die Kunst mit Glas in den vergangenen Jahrzehnten, seit dem Verlassen der gebundenen Formen wie Vasen oder Schalen gegangen ist. Themen dieser Art wären vor einiger Zeit noch unvorstellbar gewesen. Die heutigen Tendenzen zeigen, dass Glas nicht nur als Medium von den Künstlern akzeptiert wurde, sondern sich zu einem eigenständigen Darstellungsbereich entwickelt hat. Die Objekte haben heute vieldeutige Aussagen. Subtile, abstrakte, transzendente, mythologische Gedanken und Inhalte sind wichtig. Die einzelnen Objekte der Ausstellung rufen innere Geschichten hervor und zeigen, dass die Künstlerinnen und Künstler in neue inhaltliche und emotionale Bereiche vorstoßen.

 

Glas der Gegenwart noch unbekannt

Die Alexander Tutsek-Stiftung wurde im Dezember 2000 in München gegründet. Der Hintergrund: Als Alexander Tutsek und seine Frau Eva-Maria Fahrner-Tutsek – beide schon immer begeistert vom Material Glas – mit dem Aufbau ihrer privaten Sammlung von Studioglas begannen, wurde ihnen schnell deutlich, dass dieser Werkstoff seinen Platz in der Kunst noch nicht gefunden hat. Studioglas – eine junge Kunstform ist hier, im Gegensatz zur Kunstszene in Amerika und manchen Ländern Europas, noch nicht so populär.Zu dem Ziel, Glas der Gegenwart zu unterstützen, kam aufgrund eigener beruflicher Erfahrung der Wunsch, naturwissenschaftliche Forschung zu fördern, speziell in den Bereichen Glas, Keramik, Steine und Erden. Ein wichtiges Arbeitsfeld der Stiftung ist der Aufbau einer hochrangigen Sammlung von Glas der Gegenwart. Sie erfasst ein möglichst breites Spektrum der gegenwärtig herrschenden Richtungen im Studioglas, repräsentiert durch Werke international anerkannter Künstlerinnen und Künstler. Zeitgenössisches Glas aus Deutschland erfährt dabei einen besonderen Akzent.

Adresse:
Alexander Tutsek-Stiftung
Karl-Theodor-Straße 27
80803 München
Kontakt:
Telefon +49-89-343856
Telefax +49-89-342876
info@atutsek-stiftung.de
www.atutsek-stiftung.de
Pressevorbesichtigung:
nach Vereinbarung
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00 – 13.30 Uhr nach Vereinbarung
Öffentl. Verkehrsmittel:
U-Bahn Münchner Freiheit oder Bonner Platz

 

Pressekontakt:

Horst Koppelstätter

Koppelstätter Kommunikation GmbH
Friedrichstraße 2
76530 Baden-Baden

Telefon +49-7221-97372-0
Telefax +49-7221-97372-22
E-Mail: hok@koppelstaetter-kommunikation.de

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