Alexander Tutsek-Stiftung

Kunst und Wissenschaft
Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert Kunst und Wissenschaft. Sie wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung in München gegründet. Die Stiftung engagiert sich bewusst für das Spezielle, das Besondere oder auch das Vernachlässigte, Übersehene.

 

1. Tätigkeitsbereich Kunst

Ausstellungen und Kunstsammlung
In ihrer international orientierten Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit konzentriert sich die Alexander Tutsek-Stiftung auf zeitgenössische Skulpturen und Installationen mit dem Medium Glas sowie auf moderne Fotografie. Sie zeigt regelmäßig Ausstellungen zu innovativen Themen. Der Sitz der Stiftung in München in einer Schwabinger Jugendstilvilla, einem ehemaligen Bildhaueratelier, bietet dafür einen idealen Rahmen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Glas als Material und seinen vielfältigen und neuartigen Möglichkeiten in der Kunst. Das bestimmt auch die Ankäufe der Sammlung. Es sind Arbeiten junger sowie international renommierter Künstlerinnen und Künstler wie zuletzt Tony Cragg, Mona Hatoum, Kiki Smith, Pae White u. a. Im Bereich der Fotografie gehören zu den Neuerwerbungen Künstler wie James Casebere, Stan Douglas und Robert Rauschenberg.

Nachwuchsförderung
Die Alexander Tutsek-Stiftung startete 2016 ein großes Förderprogramm zur Verbesserung der Ausbildung von Kunststudierenden im Fach Skulptur mit dem Schwerpunkt Glas. Es umfasst unter anderem studentische Ausstellungsprojekte, die Produktion aufwändiger Kunstwerke sowie eine adäquate technische Ausstattung der Werkstätten. So erhält die Klasse Freie Kunst Glas des Instituts für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) der Hochschule Koblenz von der Stiftung über mehrere Jahre eine umfangreiche finanzielle Unterstützung wie auch die Jahresausstellung der Glasklasse der Akademie der bildenden Künste in München oder die Staatliche Glasfachschule Rheinbach. Die Stiftung widmet sich darüber hinaus in verschiedenen Projekten der Weiterbildung einzelner Künstlerinnen und Künstler, die mit dem Material Glas oder im Bereich Fotografie arbeiten wie z. B. der Vergabe von Stipendien für die Pilchuck Glass School in den USA .

Institutionsförderung
Im Rahmen ihrer Unterstützung von Institutionen ist die Alexander Tutsek-Stiftung seit 2016 Hauptförderin des Haus der Kunst München und ermöglicht so eine substantielle, umfassende Förderung. Zusätzlich zu dem laufenden Engagement fördert sie innovative Ausstellungen zur Fotografie des Haus der Kunst wie etwa Thomas Struth. Für die Sammlung Fotografie und Neue Medien der Pinakothek der Moderne finanzierte die Stiftung den Ankauf bedeutender Werke der Fotografie wie zuletzt die berühmte Serie The Brown Sisters von Nicholas Nixon. Darüber hinaus fördert sie bis 2020 komplett die dreiteilige Ausstellungsreihe Fotografie heute – Künstlerische Fotografie im digitalen Zeitalter. Junge Kunstschaffende auf dem Gebiet der Fotografie erhalten dadurch ein einmaliges Forum in einem Museum.

 

2. Tätigkeitsbereich Wissenschaft

Forschungsförderung
Für die Alexander Tutsek-Stiftung ist die Förderung der Forschung und Lehre in den Ingenieurwissenschaften ein wichtiges Anliegen. Die Ingenieurwissenschaften nutzen das in den Naturwissenschaften gewonnene Wissen für unser tägliches Leben und stellen damit den technischen Fortschritt der Gesellschaft dar. Der Schwerpunkt der Fördermaßnahmen liegt zurzeit auf der Grundlagen- und angewandten Forschung in den Fachgebieten Glas, Keramik, Steine und Erden. Diese Fächer, die wichtige Erkenntnisse für andere Teilgebiete der Ingenieurwissenschaften liefern, werden in der Förderung immer mehr zu Gunsten „moderner“ Fachgebiete vernachlässigt. Damit sie kein Randgebiet an den Technischen Universitäten werden und um sie für Studenten attraktiver zu machen, werden Universitäten und innovative Forschungsprojekte finanziell unterstützt. So vergibt die Alexander Tutsek-Stiftung seit vielen Jahren zur Förderung größerer Forschungsprojekte Promotionsstipendien u. a. an der Technischen Universität Dortmund, der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Universität Koblenz-Landau. Sie unterstützt die Anschaffung von hochwertigen Geräten und finanziert sonstige für die Lehre notwendige Ausstattungen.

Nachwuchsförderung
Die Förderung eines breiten Nachwuchses von Fachkräften und Ingenieurinnen und Ingenieuren ist für die Alexander Tutsek-Stiftung eine weitere Aufgabe. Sie legt dabei den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten. Stiftungsgelder für die Ausbildung in allen keramischen Berufsfeldern erhalten nicht nur Studierende an Universitäten, sondern auch Fachhochschüler und Fachschüler. In diesem Rahmen vergibt die Stiftung in großem Umfang Stipendien sowie Preisgelder für herausragende Leistungen und soziales Engagement an Nachwuchstalente. Seit 2019 vergibt sie zusätzlich an der Technischen Universität München 30 Deutschlandstipendien an Studierende in naturwissenschaftlichen Fächern.

Übersicht über die Tätigkeitsfelder der Alexander Tutsek-Stiftung

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Förderung

Bitte prüfen Sie, bevor Sie ein Projekt zur Förderung einreichen, ob es den Förderzielen der Stiftung entspricht (siehe Kunst und Wissenschaft). Förderanfragen können nur über das Formular auf der Website eingereicht werden.

Beachten Sie, dass über Förderanträge einmal im Vierteljahr entschieden wird. Anträge sollten in der Regel mindestens vier Monate vor gewünschtem Projektbeginn eingereicht werden.

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Team

Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek
Vorstandsvorsitzende

Maleachi Bühringer
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Dr. Ulrich Wacker
Mitglied des Vorstands

Ayşegül Cihangir
Assistentin des Vorstands, Kunsthistorikerin M. A.

Katharina Wenkler (geb. Parschakow)
Assistentin des Vorstands, Kulturmanagerin M. A.

Dr. Petra Giloy-Hirtz
Künstlerische Beratung

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SITZ DER STIFTUNG
Die Architektur

Die Stiftung hat ihren Sitz in einer denkmalgeschützten Jugendstilvilla in München-Schwabing. Der Architekt German Bestelmeyer (1874 – 1942) zu dessen Bauten in München u. a. der Erweiterungsbau der Ludwig-Maximilians-Universität mit dem Lichthof zählt, entwarf sie für seinen Freund Georg Albertshofer mit einem großen Atelier. In dem ehemaligen Bildhauer-Atelier werden die wechselnden Ausstellungen der Stiftung gezeigt. Albertshofer (1864 – 1933) war Professor an der Münchner Kunstakademie und arbeitete in seinem Atelier in der Karl-Theodor-Strasse als Bildhauer. Dort entstanden Werke wie der Brunnen im Delikatessenhaus Dallmayr (1912) oder die Bennosäule vor der Kirche St. Benno in der Maxvorstadt in München (1910, gemeinsam mit German Bestelmeyer und Ferdinand von Miller). Ganz in der Nachbarschaft seines Ateliers, am Maximilians- und Oskar-von-Miller-Gymnasium, sind viele von ihm gestaltete Figuren zu sehen, (u. a. an den Portalen) und im gemeinsamen Schulhof die Skulpturengruppe Romulus und Remus.

ALEXANDER TUTSEK-STIFTUNG

Karl-Theodor-Straße 27    80803 München    Germany    Telefon +49-89-55 27 30 60    info(at)atstiftung.de

Öffnungszeiten (während der Ausstellung)    Dienstag bis Freitag 14:00 - 18:00 Uhr    Feiertags geschlossen